Von der geodätischen Erfassung bis zur GIS-gestützten Fortführung digitaler Kartenwerke

Bei der Durchführung von nicht hoheitlichen und fallbezogenen Vermessungsaufgaben müssen Daten im Außendienst erfasst und im Anschluss aufbereitet werden. Basierend auf diesen Daten erfolgt die Aktualisierung der Bestandsdaten und die Fortführung der digitalen Kartenwerke.

Von der Datenerfassung, bis zur Ableitung weiterer Datensätze, bewegen sich die Anwender zwischen Vermessungs- und Geoinformationswesen. Anwendungen, die den Nutzer effektiv und prozessorientiert unterstützen sollen, müssen die Anforderungen aus beiden Welten bedienen können, im Idealfall unter einer Oberfläche.

Die Lösung in Kürze

  • Neues Bedienkonzept, Vermessungslösung und Geoinformationssystem unter einer Oberfläche
  • Flexible Lösung erlaubt unterschiedliche Erfassungs- und Bearbeitungsszenarien
  • Direkte Unterstützung moderner Tachymeter- und GNSS-Empfänger
  • Durchgängiger Datenfluss von der Erfassung bis zur GIS-Integration

Zwei Welten – Eine Lösung

Der digitale Lebenslauf von modernen Kartenwerken, wie Lageplänen und Stadtgrundkarten, beginnt in der Regel mit der geodätischen Erfassung im Außendienst. Es folgt die Auswertung und Verarbeitung der erfassten Daten und die digitale Ablage. Die Veredlung und Aufbereitung der Daten mit den Werkzeugen eines GeoInformationssystems, erlaubt die Herstellung professioneller Kartenwerke. 

Mit der Kombination der Softwareprodukte gl-survey und GeoOffice der AED-Solution Group steht Anwendern nun eine Lösung zur Verfügung, die eine reibungslose Schnittstelle zwischen Vermessung und Geoinformationssystem darstellt. Eine professionelle Kombination, die den Anwender von der Datenerfassung über die Datenverarbeitung und -Qualifizierung bis hin zur individuellen Ausgabe begleitet. Ob der Fokus auf der projektbezogenen Neuvermessung mit einem eigenständigen Plan oder der Fortführung von Bestandsdaten in einem Teilbereich liegt. Die Erfassung von neuen Vermessungspunkten ist ebenso möglich wie die Übernahme von Bestandsdaten aus einer zentralen Datenhaltung.

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Erfassung

Am Anfang steht die Erfassung durch die Vermessung vor Ort (Tachymeter und/oder GNSS-Empfänger). Über die Codierung können funktionale Zusatzinformationen erfasst werden, die eine spätere automatisierte Objektbildung unterstützen. Durch den Einsatz der Liniencodierung kann eine deutliche Reduktion der Aufwände bei der späteren Objektbildung im Geoinformationssystem erzielt werden.

Die so erfassten Daten können dann im Innendienst weiterverarbeitet werden. Steht ein leistungsfähiger Tablet-PC zur Verfügung, kann das gesamte Projekt mit in den Außendienst genommen werden. Somit kann die Erzeugung der GIS-Objekte schon vor Ort erfolgen und es ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten der Qualitätssicherung. Die Durchführung der Messung wird durch eine spezielle Oberfläche (Feld-Assistent) unterstützt, die speziell für die Bedienung mit dem Stift konzipiert ist.

Verarbeitung

Für die Verarbeitung der Vermessungsdaten stehen umfangreiche Werkzeuge von der Kleinpunktberechnung bis zur Ausgleichung zur Verfügung. Aus den veredelten Daten werden auf Basis von Punktcodes automatisiert vorläufige GIS-Objekte (Baum, Laterne, Ampel, etc.) erzeugt. Die Datenkontrolle mittels interaktiver Vorschau ermöglicht die Korrektur von Zuordnungsfehlern bevor die GIS-Objekte endgültig erzeugt werden.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, nicht nur neue Objekte zu erzeugen, sondern auch bestehende Daten ändern oder löschen zu können. Wie für die Durchführung der Messung steht hier ebenfalls eine vereinfachte Oberfläche speziell für die Stiftbedienung zur Verfügung. Der Plan-Assistent ermöglicht eine Geometriebearbeitung unter Beibehaltung der vorhandenen Topologie. Weitere Funktionen wie z.B. die Erzeugung von Flächen durch "Klick in Fläche" erleichtern die Objektbildung nach der Erfassung der zugehörigen Begrenzungslinien.

Qualifizierung

Haben sich Bestandsobjekte verändert? Sind verschiedene Planungsvarianten abzubilden? Hier zeigt sich die Versmessungslösung mit einer Vielzahl von Werkzeugen flexibel und unterstützt den Anwender bei der Bearbeitung. Fachbedeutungen können einfach angepasst, Attribute bereinigt und ergänzt werden. Bei der Kartengestaltung überzeugen die vielseitigen Gestaltungsoptionen.

Fachobjektbezogenes Editieren, die Bearbeitung komplexer topografischer Geländemerkmale, sowie die Unterstützung intelligenter Symboliken sind nur einige professionelle Bearbeitungsmöglichkeiten. Ein intelligentes Konfliktmanagement, umfangreiche Werkzeuge für Fehlerkorrekturen und eine Qualitätssicherung ermöglichen die saubere Fortführung und Pflege des Datenbestandes. Die Möglichkeit unterschiedliche Varianten zu erstellen, zu gestalten, zu verwerfen und auch zusammenzuführen, unterstützt dabei die Planungen in hohem Maße.

Datenausgabe

Mit der Qualitätssicherung der Daten werden diese in die zentrale Datenhaltung überführt. Viele Möglichkeiten der Weiterverarbeitung und der Datenausgabe runden die Lösung ab. Die Einbindung in moderne (webbasierte) Geoinformationssysteme und Portale ist genauso selbstverständlich möglich, wie die vorlagenbasierte Erstellung eines klassischen Plots. 

Für die Weiterverarbeitung der Kartenwerke mit CAD-Systemen, stehen individuelle Konfigurationen (CAD-Export Szenarien) zur Verfügung. Ein frei konfigurierbares Berichtswesen, mit einer Vielzahl von Designmöglichkeiten, ermöglicht die komprimierte Abbildung von komplexen Datenmodellen- und verteilten Datenbanken. Zum Abschluss des Projektes werden alle Änderungen (neue, geänderte und gelöschte Objekte) in den zentralen Datenbestand zurückgespielt.

Flexibilität

Durch die Verbindung der geodätischen Erfassungslösung gl-survey und dem Geoinformationssystem GeoOffice unter einer Oberfläche, ergibt sich eine Lösung, die nicht nur durch die Leistungsfähigkeit, sondern ebenso durch Ihre Flexibilität überzeugt.